Und erstens
kommt es anders









MARC TSCHUDIN

Er konnte vor 30 Jahren nicht ahnen, wo er einmal landen würde: in Zürich, als Gründer und Geschäftsführer einer kleinen Filmbude für Dokumentarfilm. Dabei wollte der gebürtige Basler einst Archä­ologe oder aber Biologe werden; von Expeditionen in abgelegene Wüsten und Urwälder hatte er geträumt.

Gedacht, getan, immerhin Bio studiert. Nur landete er, nach ersten studienbe­gleitenden Erfahrungen im Fotoverkauf, schliess­lich in der Zeitschriftenpro­duktion. Als Gestalter und Produzent, aber auch als freier Fotojournalist. Die Neugier zog ihn immer mehr in die Welt der Medien, er machte sich selbständig und kam auf die – gelinde gesagt – gewagte Idee, sich eine horrendteure Fernsehkamera zusam­menzupumpen.





Das war vor über 25 Jahren. Etliche hundert seiner Filme wurden mittlerweile im Fernsehen ausgestrahlt. Dabei blieb er stets dem Motto treu, dass die span­nend­sten Themen im scheinbar Alltäg­lichen stecken, wo es nur das Besondere, mög­licherweise auch das Irritierende oder gar Abgründige zu entdecken gilt. Natürlich waren auch Filme über abgelegene Wüsten und Urwälder mit dabei. Und selbstverständlich ein kleinwenig Biologie.

Neben der Filmerei vertieft er sich heute immer mal wieder in Büchern und Theorien unterschiedlichster Disziplinen, auf der Suche nach Zusammen­hängen, wie genau der Film, die Kom­munikation, der Mensch funktionieren und sich im Wandel der Gesellschaft weiterentwickeln.

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